Peer-Review – ganz ohne Peer?

Soweit bekannt, verfügt keines der international anerkannten Bach-Periodica über ein wirklich anonymes Peer-Review. Meist entscheidet ein renommierter Herausgeber über Auswahl und Erscheinungstermin eines Beitrags. Dies ist wohl nicht nur der Tradition, sondern auch der Überschaubarkeit dieses Spezialgebiets der Musikwissenschaft geschuldet. Innerhalb der Community (er)kennt jeder fast jeden.

Am Beispiel eines der in diesem Blog in unkonventioneller Form vorgelegten Texte soll experimentell demonstriert werden, wie künftig eine Qualitätssicherung auch ohne menschliches Zutun stattfinden könnte. Das Verfahren kann bei Bedarf anonym sein, aber auch öffentlich mitverfolgt werden – eine Option, die bislang als „Open Participation“ nur sehr selten praktiziert wird.

Einige der Kernthesen dieses, als „fiktionales Vortragsmanuskript“ definierten Beitrags über Bachs mutmaßlichen Leipziger Hauptlibrettisten wurde in einem fraktionierten, sich selbst fortschreibenden Prozess durch das LLM „GPT-5“ evaluiert.… weiterlesen