Bach, der Beute-Sachse

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Einige strammdeutsche Politiker wollen Johann Sebastian Bach (wie schon nach 1933 und vor 1989) als „Ur-Sachsen“ vereinnahmen. Dabei war er ein gebürtiger Thüringer, der aus finanzieller Not zu Fuß nach Norddeutschland emigrierte, dort in Lüneburg zunächst von seiner schönen Sopranstimme lebte, sodann im damaligen musikalischen Silicon Valley (Hamburg) mangels Mitteln für Bestechungsgelder keinen Fuß fassen konnte, sich innerhalb der deutschen Kleinstaaterei (Weimar; Arnstadt; Mühlhausen; nochmal Weimar; Anhalt-Köthen) mit mäßigen wirtschaftlichen Erfolgen herumtrieb und schließlich mit 38 Jahren, mit einer Art „Green-Card“, im kurfürstlich-sächsischen Leipzig landete. Wo er als notorischer Querulant sofort mit jenem Teil der Obrigkeiten in Konflikt geriet, die ihn mehrheitlich als Lateinlehrer für skrufulöse, singuntaugliche Waisenknaben (aka minderjährige Bürgergeld-Empfänger) verpflichtet haben wollten.

Trotzdem – oder deswegen: Er bleibt bis heute das „Größte Musikalische Genie Aller Völker und Zeiten.“

Das sei allen deutschtümelnden Kultur-Schrumpfgermanen ins Stammbuch geschrieben.